Migränebehandlung

Ziel der Akupunktur bei der Migränebehandlung ist es, die Häufigkeit, Intensität und Dauer der Migräneanfälle zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Etwas ausführlicher erklärt:

Grundlegende Ziele:

Regulierung der Schmerzmechanismen: Akupunktur kann die Ausschüttung körpereigener Schmerzstoffe wie Endorphine und Serotonin fördern.
Ausgleich des Nervensystems: Sie zielt darauf ab, die mit Migräne verbundene übermäßige nervliche Erregbarkeit zu reduzieren.
Verbesserung der Durchblutung: Insbesondere im Kopf- und Nackenbereich kann die Durchblutung reguliert und dadurch der Schmerz gelindert werden.
Reduzierung von Stress und Anspannung: Da Stress ein Migräneauslöser ist, stellt die entspannende Wirkung einen wichtigen Vorteil dar.
Verringerung des Medikamentenbedarfs: Bei einigen Patienten zeigt sich nach regelmäßiger Akupunktur eine reduzierte Einnahme von Schmerzmitteln.

In folgenden Situationen wird Akupunktur bei Migräne besonders bevorzugt:

Wenn auf Medikamente nicht ausreichend angesprochen wird; sie wird unterstützend eingesetzt, wenn prophylaktische oder akute Therapien nicht wirksam sind.
Bei Nebenwirkungen von Medikamenten; sie ist eine gute Alternative für Personen mit Magenbeschwerden, Schwindel oder Gewichtszunahme.
Bei häufigen Migräneanfällen; bei vier oder mehr Anfällen pro Monat wird sie zur Reduzierung der Anfallshäufigkeit bevorzugt.
Wenn Stress, Angstzustände oder Schlafstörungen bestehen; die entspannende und regulierende Wirkung der Akupunktur ist hier besonders vorteilhaft.
Bei Wunsch nach einer natürlichen / komplementären Therapie; geeignet für Personen, die medikamentenfreie Methoden bevorzugen.
Während der Schwangerschaft oder in besonderen Situationen; wenn die Medikamenteneinnahme eingeschränkt ist (unbedingt unter ärztlicher Kontrolle).
Bei langjähriger Migräneanamnese; kann bei chronischer Migräne als unterstützende Therapie eingesetzt werden.